Freilassing 1 gewinnt 4,5 / 3,5 gegen Starnberg

21.03.2017

Am Sonntag spielte unsere erste Mannschaft zur Abwechslung einmal nicht im Vereinsheim, sondern im schönen Rathaussaal.

am Sonntag spielte unsere erste Mannschaft zur Abwechslung einmal nicht im Vereinsheim, sondern im schönen Rathaussaal. Ich und Alfred hatten uns um die Organisation gekümmert und schon am Freitag Material (Bretter, Figuren, Digitaluhren, Schreibunterlagen, Partieformulare...) bereitgestellt, umgeladen und am Sonntag aufgebaut, außerdem hatten wir Getränke gekauft. Grund für die Verlegung war der gleichzeitige Heimkampf der ersten und der zweiten Mannschaft, dafür wäre unser Heimlokal nicht groß genug gewesen.

Nun zum Kampf der ersten Mannschaft, die gegen Starnberg, die noch etwas nach hinten schauen müssen, antreten mussten, um ihre kleine Chance zu wahren. Vielleicht hilft ja Waldkraiburg?! Mit Zoran Velickovic (s), Bernhard Besner (w), Emanuel Frank (s), Hermann Hamberger (w), Arthur Hinteregger (s), Peter Donegani (w), Michi Herrmann (s) und Lukas Prüll (w) waren wir dazu auch gut aufgestellt.

Die ersten beiden Partien endeten mit einem remis. Es waren die beiden hinteren Bretter. Lukas Prüll erzielte gegen Gerhard Strecker (1909) eine ausgeglichene Stellung, in der er nach ein paar Abtauschen in fast paralleler Stellung remis anbot, was sein Gegner annahm. Bei Michi Herrmann gegen Oliver Rulik (1960) entstand das Remis etwas anders. In einer lebhaften Stellung entschlossen sich die Konkurrenten die Stellung dreimal zu wiederholen, auch remis. Wenig später endete auch die Partie von Emanuel Frank gegen Safet Terzic (2155) friedlich, nachdem niemand einen Vorteil aus der Stellung herausgeholt hatte. Danach gab es zwei Partien, die einen Sieger fanden, auf jeder Seite einen. Arthur Hinteregger stand gegen Martin Fuchs (2022) zumindest nicht schlechter, entschloss sich dann aber einen Bauern auf e4 zu fressen, der sich als sehr unbekömmlich herausstellen sollte, denn nach einem Turmtausch hatte Weiß den Zug Db6 zur Verfügung, der die ungedeckten Figuren auf d8 und f6 angriff. Dies kostete eine Figur und damit die Partie. Auf der anderen Seite erzielte Zoran Velickovic am Spitzenbrett gegen Friedrich Absmaier (2102) einen schönen Sieg im Endspiel, nachdem sein Gegner am Königsflügel eine Figur für zwischenzeitlich 3 Bauern geopfert hatte. Diese konnte er aber nicht halten und gab deshalb auf.

Mit dem 2,5 / 2,5 konnte Freilassing aber zufrieden sein, denn sowohl Bernie als auch Peter standen zu diesem Zeitpunkt klar auf Gewinn, was ja bereits ausreichen würde. Die 3 übrigen Partien überschritten die 40 Züge. Bernhard Besner spielte in seiner Haus- und Hofvariante des c3-Sizilianers überlegt und gut und konzentrierte sich bald auf den Königsflügel, die Angriffsdrohng zwang Richard Litzka (1986) zu einer Schwächung, die Bernie jetzt belagerte. Diesen Bauern eroberte er, der Keilbauer f3 hingegen konnte ihm nicht gefährlich werden, da die gegnerische Dame keine Möglichkeit hatte, auf die h-Linie zu kommen. Nach dem Damentausch spielte Berniedie Partie trocken nach Hause, ein zweizügiger Turmverlust, als sein Gegner ein Zwischenschach übersah, tat sein übriges. Eine glänzende Partie von Bernie. Jetzt musste nur noch Peter Donegani gegen Stephan Wehr (2002) gewinnen, und der Sieg ist sicher. Peter hatte mit einer Läuferopfer Kombination die gegnerischen Dame erobern können (für Turm und Leichtfigur). Dieses Übergewicht in Einheit mit einem starken Freibauern auf der d-Linie verdichtete er souverän zum Sieg, herzlichen Glückwunsch. Jetzt war es auch nicht mehr so schmerzhaft, dass Hermann Hamberger sein Turmendspiel mit Minusbauern gegen Matthias Litzka (2019) auch wegen es Geräuschpegels nicht mehr halten konnte.

Wir grtulieren unserer Mannschaft ganz herzlich zum Sieg! Die anderen Ergebnisse können sich auch sehen lassen. So verlor Ebersberg überraschend sein Heimspiel mit 3,5 / 4,5 gegen Waldkraiburg. Traunstein verschaffte sich mit einem 4,5 / 3,5 Sieg über Pang wieder Hoffnung im Abstiegskampf. Ingolstadt nutzte die Gunst der Stunde, indem sie 5,5 / 2,5 in Moosburg gewannen und zu Ebersberg aufschlossen, Moosburg hingegen muss wieder nach unten schauen. Wolfratshausen verlor auch gegen fürstenfeldbruck mit 3:5 und kann sich wohl aus der Liga verabschieden. In der Tabelle ist der Vorsprung von Tabellenführer Ebersberg auf einen halben Brettpunkt zusammengeschrumpft. Freilassing ist wieder dran, nur noch 1 Mannschaftspunkt Rückstand bei quasi gleichen Brettpunkten. Die Entscheidung wird wohl erst am letzten Spieltag fallen.

Weil die Sache jetzt wieder so spannend ist, mal das Restprogramm. Für uns geht es in 2 Wochen zu den formstarken Waldkraiburgern, hier ist ein Sieg - und wohl eine richtige gute Aufstellung - Pflicht, wenn man noch ein Wörtchen mitreden will. Ebersberg muss nach Fürstenfeldbruck, das müssen die erst mal gewinnen. Der MTV Ingolstadt hat mit dem Heimspiel gegen Wolfratshausen wohl eine leichtere Aufgabe. Hoffen wir mal, dass sie sich nicht zu hoch abschlachten lassen, denn die Brettpunkte könnten entscheiden.

Am letzten Spieltag in 6 Wochen haben wir Traunstein, für die es noch um den Klassenerhalt gehen könnte, also auch stakr aufstellen und möglichst hoch gewinnen, je nach den Ergebnissen von Spieltag 8. Und Ingolstadt und Ebersberg spielen in Ebersberg direkt gegeneinander. Das bedeutet, dass wir auch dann noch eine Chance haben aufzusteigen wenn alle ihr nächstes Spiel gewinnen: Nämlich dann, wenn wir hoch gewinnen und die 4:4 spielen. Also noch alles drin.

 
 
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