Mannschaftsmeisterschaft zweiter Spieltag

26.10.2015

Gestern stand der zweite Spieltag in der Mannschaftsmeisterschaft auf dem Programm, einen Sieg unserer ersten Bei Pang, eine Niederlage unserer Zweiten gegen Traunstein und eine Niederlage unserer Dritten ebenfalls bei Pang. Doch der Reihe nach.

Die erste Mannschaft konnte mit Alman Durakovic, Zoran Velickovic, Hermann Hamberger, Arthur Hinteregger, Michi Herrmann, Peter Donegani (C), Max Reubel und Lukas Prüll erneut eine sehr gute Aufstellung zusammengebracht und konnte so den Kampf mit den starken Rosenheimern aufnehmen. Die ersten drei Partien endeten nach etwa zwei Stunden remis: Max Reubel - Gerhard Rosner (1956), Michi Herrmann - Georg Kiener (2013) und Thomas Steinbacher (2015) - Arthur Hinteregger. Peter Donegani kam mit Schwarz gegen Martin Richter schlecht aus der Eröffnung, sein Gegner konnte aber kein Kapital daraus schlagen und es wurde ebenfalls remis vereinbart. 2:2 Die anderen Partien sollten einen Sieger finden. Alman Durakovics unnötige Niederlage gegen Werner Dür (2260) konnte durch einen hervorragend herausgespielten Sieg von Hermann Hamberger gegen seinen Kontrahenden NBorbert Kranewitter (1998) ausgeglichen werden. Somit verblieben die beiden Schwarzspieler Zoran Velickovic und Lukas Prüll. Letzterer hatte gegen Stefan Kell (1905) eine interessante Stellung mit zwei Türmen gegen Turm und zwei Lichtfiguren, aber mit Bauernübermacht, die er zum Sieg führen konnte. Die letzte Partie Georg Lindenberg (2199) - Zoran Velickovic war lange Zeit undurchsichtig und auch vo9n Zeitnot geprägt, doch wie im ersten Kampf holte Zoran das optimale aus dieser Situation heraus, nämlich den Sieg! So stand es am Ende 5:3 für die Freilassinger, die nun mit dem Punktemaximum von 4 Punkten hinter Gröbenzell 2 Platz 2 in der Bezirksliga Oberbayern belegen.

In 3 Wochen geht es zu Hause gegen Aufsteiger Moosburg, wo auch ein Sieg drin sein sollte, herzlichen Glückwunsch zum guten Start!

 

Mit hohen Erwartungen ging unsere zweite in den Kampf gegen Traunstein / Traunreut, die am ersten Spieltag 7:1 gegen Bruckmühl baden gingen. Mit der Aufstellung Viktor Loreth, Ernst Kratschmer, Damjan Katic, Florian Pöllner, Magdalena Mörwald, Klaus Vogl, Alfred Bieniok und Miriam Mörwald wollten wir die knappe Niederlage aus dem ersten Kampf vergessen machen. Die Gegner kamen mit einer sehr guten Aufstellung und es begann denkbar schlecht: nach einer Stunde waren drei Partien zu Ende und wir waren um zwei Punkte hinten. In der Partie Klaus Vogl - Helmut Zehfuß (1722) übersah Klaus eine gute Möglichkeit, einen Bauern zu gewinnen und patzte stattdessen so, dass er die Dame gegen einen Läufer geben musste, was das Ende bedeutete. Auch für Miriam gab es auf Brett 8 gegen Rudolf Willsch (1463) nichts zählbares zu holen. Nach leicht vorteilhafter Stellung übersah sie einen Figurengewinn des Gegners, den er im Endspiel zum Sieg führen konnte. Viktor Loreth erzielte gegen Josef Glück (1877) im Endspiel einen Mehrbauern, verdarb diese Stellung dann aber zum remis. Als nächstes war die Partie Walter Huber (1707) - Damjan Katic zu Ende. In einem komplizierten Mittelspiel konnte Walter Huber einen Bauern gewinnen. Beide Könige standen etwas unsicher, doch es gab eine Abwicklung ins Damenendspiel, wo Walter Huber eine guten Damentauschmöglichkeit übersah und drei Züge später remis anbot. 1:3 Als auch noch Ernst Kratschmer nach vielen Siegen in Folge gegen Alija Omerovic (1803) nach ereignisreichem Kampf verlor, war die Niederlage nicht mehr abzuwenden, denn auch Alfred Bieniok hatte mit Schwarz gegen Thomas Kopitzky (1279) zwar keine Probleme auszugleichen, aber auch nirgendwo eine Chance, auf Gewinn zu spielen, da einfach alles getauscht wurde. Die beiden noch laufenden Partien konnten also nichts mehr am Sieg der Traunsteiner rütteln. Ich kämpfte mit Weiß gegen Benedikt Kiechle (1734) in einer taktischen Stellung, glaubte mehrmals, eine siegbringende Wendung zu haben, doch fand mein Gegner immer eine geeignete Parade. Nach 40 Zügen war immer noch ein Haufen Holz auf dem Brett, und die Lage war unklar. Mein Gegner wiederholte sodann die Züge und bot mir remis, was ich annahm, weil der Kampf verloren war und ich meine Gewinnchancen nicht höher als die Verlustgefahr sah. Am längsten dauerte die Partie Franz-Josef Aschl (1617) gegen Magdalena Mörwald. Nachdem Magdalena mit Entwicklungsvorsprung aus der ERöffnung kam, gewann sie im Mittelspiel nach dem Damentausch einen Bauern am Damenflügel, tauschte weitere Figuren und ging in ein Endspiel Springer gegen Läufer. Erst aktivierte sie ihren König, dann machte sie erfolgreich Jagd auf einen weiteren Bauern. Nach einer weiteren halben Stunde gab Magdalenas Gegner auf, eine glänzende Leistung unserer Nachwuchshoffnung und der einizige Sieg in dem ansonsten ziemich trostlosen Kampf. 5:3 am Ende für Traunstein. Freilassing 2 dümpelt also mit 0 Punkten auf Platz 9 dahin und muss in 3 Wochen zum Angstgegner Bruckmühl. Ich wünsche uns viel Mut und Kraft, um diese Aufgabe zu meistern. 

 

Unsere dritte spielte ebenfalls gegen Pang und konnte auch deren Kampf so wie einen weiteren Spitzenkampf von Pangs erster begutachten. Vereine wie Pang sind gerade am Anfang, wenn man sich noch nicht festgespielt hat, meist sehr stark besetzt. Das musste unsere dritte Mannschaft, die mit der Aufstellung Helmut Krause, Roland Frank, Klaus Stronk, Franz Nefzger, Marianne Zimmermann und Matthias Scheuerl ins Rennen ging, erfahren. Helmut Krause etwa hatte es mit Michael Heubusch (ein 2000 in der Klasse-B!) zu tun! Vier Stunden hielt Helmut stand, eine scharfe Partie wurde erst spät durch einen Figurengewinn entschieden. Auf Brett 2 musste Roland sich Dieter Schmid (1693) erwehren. Roland opferte eine Figur für erst einmal 2 Bauern, gewann dann einen dritten, das die Figur gut wert gewesen sein konnte, wenn er nicht ungenau weitergespielt hätte, er verlor schließlich gegen die Mehrfigur seines Gegners. Auf Brett 3 führte unser Vorstand Klaus Stronk die weißen Steine gegen Werner Kleih (1692) die Partie ging ins Endspiel und wurde letzlich durch einen Bauernverlust von Klaus entschieden. An Brett 4 erkämpfte Routinier Franz Nefzger mit Schwarz gegen Anton Reil (1620) zwei Mehrbauern und stand auf Gewinn, verlor dann aber auf Zeit. Die neue Bedenkzeitregelung scheint immer noch Probleme zu machen, und auf der Homepage steht die Zeit noch immer falsch drin, das muss sofort geändert werden! Schade um diese Partie! Brett 5 brachte Marianne Zimmermann gegen Bonavent Fischer (1515) einen Minusbauern ein, doch sie kämpfte sich zurück. Als sie schon wieder ganz passabel zu stehen schien, übersah sie ein Schach des Gegners, das sie auf die Verliererstraße brachte. Würde es nach dem 6:0 am ersten Tag also ein 0:6 geben? Nein, denn wir haben ja noch Brett 6, wo Matthias Scheuerl gegen Pauk Ehrmann in ausgeglichener Stellung ein remis erreichte. Letzlich ist der Sieg zwar verdient, aber doch um mindestens einen Punkt zu hoch ausgefallen, damit belegt die Dritte Mannschaft einen Platz im Mittelfeld. In 3 Wochen gastiert Priens Zweite im Rieschen.

 

So, das war der Kampfbericht, es folgt noch ein Sonderbericht, der die Bedenkzeit betrifft.

 

es grüßt

 

Florian Pöllner, Spielleiter

 
 
Schacheinzelmeisterschaft 2017 Inn-Chiemgau in Freilassing

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Vorstand Klaus Stronk und Marianne Krause im Interview mit Bayernwelle


Interview Schachkllub Freilassing mit Bayernwelle

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