Dritte Runde Mannschaftsmeisterschaft

15.11.2015

Hallo Freunde, am Sonntag stand die dritte Runde der Mannschaftsmeisterschaft für unsere 3 Mannschaften an, unsere erste spielte zu Hause gegen den Aufsteiger Moosburg, die zweite musste in Bruckmühl antreten und die dritte spielte zu Hause gegen Prien.

Auf dem Papier war die Favoritenrolle bei Freilassings erster Mannschaft klar, hatte man doch mit der Aufstellung Alman Durakovic, Zoran Velickovic, Bernhard Besner, Hermann Hamberger, Arthur Hinteregger, Michi Herrmann, Peter Donegani und Max Reubel eine Traumaufstellung aufbieten können und hatte es "nur" mit dem bisherigen Tabellenschlusslicht Moosburg zu tun, was soll da schon passieren? Doch die beiden Moosburger Niederlagen waren nur knapp und sollten eine Warnung sein, dass es hier keine schwachen Gegner gibt.

Der Kampf hatte kaum begonnen, als es schon den ersten Aufreger gab, als sich das ausgeschaltete Mobiltelefon von Zoran bemerkbar machte, was eigentlich nicht sein sollte. Rein rechtlich hätte der Gegner den Partiegewinn reklamieren können, denn auch anderweitiges Bemerkbarmachen von Mobiltelefonen ist ein Regelverstoß. Der Mannschaftsführer der Gegner wollte das tun, da setzte sich Moosburgs Brett 1 Spieler sportlich fair für ein Weiterspiel ohne Protest ein, eine Geste, die man nicht überall sieht! Also nochmal Glück gehabt.

Jetzt zum sportlichen. Die Begegnung Peter Donegani - Mathias Schwenck (1920, aber ein guter Fernschachspieler) war von Vorsicht geprägt und endete mit einem remis. Auch die Partien Reubel Max - Hubert Reith (1836) und Alman Durakovic - Alfred Wimmer (2004) endeten unspektalulär mit remis. Auch Michi Herrmann im Duell mit Michael Gahr (1867) spielte remis, nach 4 Partien stand es also 2:2. Arthur Hinteregger spielte französisch gegen Dominik Semmler (1851), kam in Vorteil und gewann. Hermann Hamberger spielte mit Weiß gegen Lutz Theumer (1954) ebenfalls gegen französisch und es entwickelte sich eine komplizierte Stellung, in der sich Hermann zwar eine Gewinnstellung herausarbeiten konnte, jedoch überraschend einen Mattangriff des Gegners zuließ der ihm die Partie kostete. Somit war nach 6 Partien und einem Stand von 3:3 noch immer alles offen, wobei Zoran Velickovic gegen Benedikt Godebauer (2013) nur etwas besser stand, während die Partie von Bernhard Besner gegen Amir Azemovic (2069) ausgeglichen war.

Um nun den Mannschaftssieg sicherzustellen, erhöhte Bernie das Risiko und verlor überraschend. Jetzt lag es an Zoran, die drohende Niederlage abzuwenden. Die beiden ersten Partien gaben dafür Hoffnung, denn auch da konnte er nach langen Kämpfen letztlich Siege herausholen, und dies gelang auch diesmal. Letzendlich ein 4:4, was sich die Moosburger wohl auch verdient haben. Und Freilassing ist mit einem blauen Auge davongekommen. Hätten die Moosburger nicht auf die Reklamation am Anfang verzichtet, hätte Freilassing diesen Kampf mit 3:5 verloren... Durch dieses Unentschieden verpasste unsere Mannschaft die Chance, die Tabellenführung zu erklimmen und liegt nun mit 5 Punkten piunktgleich mit Gröbenzell und Ebersberg auf Platz 3. Der nächste Kampf ist am 13. Dezember ebenfalls zu Hause gegen den MTV Ingolstadt.

Ohne Punkte, aber doch mit einigen Ambitionen reiste unsere zweite Mannschaft nach Bruckmühl, um endlich mal etwas Zählbares in dieser Saison zu ergattern. Leicht war es nicht, denn der Gegner hieß Bruckmühl 2, und Bruckmühl ist für Freilassing immer ein Gegner, den wir kaum schlagen können, und diese waren auch noch fast in Bestbesetzung angetreten, wir jedoch auch, denn wir konnten auf Lukas Prüll und Christoph Stockhammer zurückgreifen. Zusammen mit Markus Zauchner, Damjan Katic, meiner Person, Klaus Vogl, Franz Klemm und Alfred Bieniok war es nicht unmöglich, den Angstgegnerstatus etwas abzulegen. Der Kampf begann schlecht, denn Damjan Katic war gegen Gerhard Friedsam (1730) mehrere Bauern in Rückstand und verlor rasch. Auf den anderen Brettern wurde verbissen gekämpft. Ich selbst hatte eine recht scharfe Stellung auf dem Brett und verbrauchte sehr viel Zeit, und da mein Gegner Hans-Josef Lenzen (1783) ständig drohte an meinen König heranzukommen, musste ich mich ständig entgegenstellen.

Mein Gegner hatte somit die Möglichkeit abzuwägen, ob er Stellungswiederholung reklamieren möchte oder weiterspielen soll. Nach einem Blick auf die anderen Bretter entschloss er sich zu remis. Ebenfalls remis endete die Begegnung Markus Zauchner - Gregor Fehrmann (1853) in einem ausgeglichenen Endspiel. Dann ging es Schlag auf Schlag: Zuerst konnte Lukas Prüll mit den weißen Steinen gegen Georg Angermaier (1931) eine Figur erobern und gewinnen, gleich darauf gewann Alfred Bieniok gegen Peter Hüttner (1764) in einer riskanten Partie ebenfalls eine Figur und es stand plötzlich 3:2 für uns! Jedoch nur ein paar Minuten lang, da Franz Klemm gegen Steven Limbrunner (1602) letzlich nach mehreren Hieben und Paraden auf beiden Seiten eine Figur weniger hatte und letzlich verlor. 3:3.

Nun kämpfen von uns noch Christoph und Klaus, wobei Christoph mit Scharz gegen Gert Forster (1866) mit einem Mehrbauern auf Gewinn und Klaus Vogl gegen Fabian Gnettner (1636) gegen den Verlust spielte, beide Partien waren sehr lang. Christoph spielte mit allen Mitteln, die er hatte auf Gewinn und konnte durch einen Bauernvorstoß den Abtausch der letzten Leichtfigur (sonst wäre der Bauer durch gewesen) erzwingen und ein elementares Bauernendspiel des Typs K-B/K erreichen, somit war schon einmal ein Punkt sicher, nun schaute alles gespannt auf die letzte Partie. Hier hatte Fabian inzwischen 2 Mehrbauern am Damenflügel etablieren können, ließ dann aber eine Blockade seiner Bauern zu, was mit einem remis hätte enden können, doch besetzte Klaus leider das Blockadefeld nicht sondern ging mit dem König unnötig auf Bauernfang, den er aber gar nicht ausführen durfte, so verlor Klaus am Ende doch und es wurde ein 4:4, ein hart erkämpfter Punkt, der erste in dieser Saison, und die Verstärkung von oben machte sich voll bezahlt. Im nächsten Spiel in Ebersberg werden wir erneut auf sie zurückgeifen können, zumal die anderen beiden Mannschaften nicht spielen in 2 Wochen. Unsere Mannschaft bleibt damit auf Platz 9.

 

Mit Frauenpower trat diesmal unsere Dritte zu Hause gegen Prien an, denn Alfred Bieniok ließ diesmal die Mörwaödschestern draußen und stellte sie somit der dritten Mannschaft zur Verfügung. Somit ging sie mit Magdalena Mörwald, Helmut Krause, Klaus Stronk, Franz Nefzger, Marianne Zimmermann und Miriam Mörwald in den Kampf gegen Priens Zweite. Sowohl Magdalena Mörwald gegen Andreas Pertold (1615) als auch Klaus Stronk gegen Hubert Stephan (1526) mussten mit Baueenverlusten kämpfen. Magdalena konnte sich zurückkämpfen mit gewohnt viel Einsatz, mehr als remis wurde es aber nicht. Auch Klaus Stronk gewann seinen Bauern durch eine Unachsamkeit seines Gegners zurück und erhielt ein kompliziertes Endpspiel, in dem der kleinste Fehler Kopf und Kragen kosten konnte. Daher einigte man sich hier auf remis.

An den andern 4 Bretten wurde verbissen gekämpft. Miriam Mörwald erspielte sich gegen Peter Seufert-Heyne (1468) zunächst einen Bauern, leistete sich dann jedoch einen Patzer und war plötzlich 2 Bauern hinten, die Niederlage war die logische Folge. Auf Brett 2 hatte Helmut Krause gegen Karlheiz Roth (1535) ein gutes Mittelspiel gespielt und sich einen klaren Vorteil erspielt, ein Bauer war bereits umwandlungsbereit, Helmut wandelte also um, wählte hierfür aber die falsche Figur, nämlich die traditionelle Figur, die Dame. Durch einen Abzug ging diese aber wieder verloren, wonach das Endspiel remis endete. Hätte Helmut hier einen Springer gewählt, wäre die Komnination des Gegners nicht gegangen, weil er im Schach steht und mit einer Minusfigur verblieben wäre.

Trotz all dieser verpassten Chancen war der Kampf immer noch zu gewinnen, weil sowohl Marianne Zimmermann als auch Franz Nefzger gut standen. Marianne war im reinen Endpspiel Läufer und zwei verbundene Freibauern gegen Springer gelandet und sollte gewinnen. Doch sein Gegner Klaus Fraschke (1491) gelang es, seinen Springer gegen beiden Bauern zu opfern, remis! In der längsten Partie spielte Franz gegen Andreas Niedermaier (1331) ebenfalls mit Mehrmaterial, hatte jedoch mit seinem Springer einen entfernten Freibauern zu bewachen, was seine Bewegungsfreiheit doch sehr einschränkte. Es reicht auch hier nicht für einen Sieg, so dass die Mannschaft diesen Kampf mit 2,5/3,5 verlor, was wirklich unnötig war, wenn man all die Chancen gesehen hat, die man für den Sieg gehabt hätte. Kein Beinbruch - aber trotzdem ärgerlich! Statt Platz 3 ist es nun Platz 6, doch so wird es nicht bleiben, schon am 13. Dezember im Heimspiel gegen Bad Reichenhall soll es wieder besser werden.

 
 
Schacheinzelmeisterschaft 2017 Inn-Chiemgau in Freilassing

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