Vierte Runde Mannschaftsmeisterschaft

13.12.2015

Vierte Runde Mannschaftsmeisterschaft

Hallo Freunde des SK Freilassing, gestern stand der vierte Spieltag in der Bezirksliga Oberbayern für unsere erste Mannschaft und der Kreis-B-Klasse für unsere dritte Mannschaft an, außerdem gab es noch den fünften Spieltag der Kreisklasse A, wo unsere zweite Mannschaft diesmal spielfrei war, so dass ich den Heimkämpfen als Zuschauer beiwohnen konnte, ohne selbst unter Druck zu stehen.

Wie immer beginne ich mit dem Bericht unserer ersten Mannschaft, und das zu Recht, denn lange stand unsere Mannschaft nicht mehr so gut wie derzeit. Sie empfing in der Aufstellung Zoran Velickovic, Bernhard Besner, Hermann Hamberger, Arthur Hinteregger, Michi Herrmann, Peter Donegani, Manfred Fuchs und Lukas Prüll die Gäste aus Ingolstadt, dessen letztes Gastspiel noch gut in Erinnerung ist. Doch dieses Spiel stand unter anderen Vorzeichen, denn der SK Freilassing grüßt aus dem Spitzenfeld der Bezirksliga Oberbayern, während der MTV Ingolstadt weiter hinten zu finden ist und sicher nichts zu verschenken hat, weiß man doch nie genau, wie viele Mannschaften absteigen. 

Die Partie auf Brett 1 zwischen Zoran Velickovic und Hans Wagner (2138) verlief in einer komplizierten Variante des beschleunigten Drachen, die zwar offiziell keinen guten Ruf genießt, wenn der weiße die Theorie genau kennt, aber eben höchst kompliziert, Zoran setzte hier darauf, die Varianten besser zu kennen als sein Kontrahend, und bekam Recht: In nicht einmal 20 Zügen gewann Zoran seine Partie, weil sein Gegner fehlgriff. Peter Donegani trat mit Schwarz gegen Andreas Menrad (1875) an und hatte Caro-Kann am Tisch. Sein Gegner wollte einfach mal eine Figur abtauschen um zu vereinfachen, doch staunte er nicht schlecht, als Peter nicht zurückschlug, sondern den Freibauern vorstieß und erstmal den Turm segierte, nach dessen Flucht aber erneut kein Zurückschlagen, sondern eine weitere Stellungsverstärkung, diesmal eine Verdopplung der Türme, folgen ließ.

Trotz einer Mehrfigur ist Weiß hilflos gegen eine neue Dame, die durch den Freibauern aufs Brett kommen würde, 2:0! Die Nächste Partie, die beendet war, war Brett 7 Dimitry Eremenko (1585) gegen Manfred Fuchs. Dieser stand sehr solide, der Gegner hatte aber Raumvorteil. Auf einmal stellte der Gegner eine Figur ein und gab gleich darauf auf. 3:0 war der Zwischenstand. In der Partie Ralf Glawe (1938) - Michi Herrmann war Michi in einer Varinte gelandet, wo er genau spielen musste, um das remis abzusichern, was ihm mit Müh und Not gelang. Lukas Prüll stand in einem Endspiel besserer Springer gegen schlechterer Läufer bei gleicher Bauernzahl besser, konnte jedoch keinen direkten Gewinn sehen und gab die Partie gegen Armin Gürtler (1857) remis, immerhin stand es ja damit 4:1, nur noch ein halber Punkt fehlte damit zum erhofften Sieg. Würde Ingolstadt jetzt eine Packung kassieren? Nein, denn es wurde schnell wieder spannend: Arthur Hinteregger drang frech in dem gegnerischen Damenflügel ein - zu frech, denn es kostete einen Bauern. Im Weiteren spielte sein Gegner Josef Freunhofer  (2057) stark und gab den Sieg nicht mehr aus der Hand.

Bernhard Besner kämpfte gegen Markus Lechermann (2030) mit einem Minusbauern, den er sich unnötig eingehandelt hatte, im Endspiel Läufer gegen Springer den Bauern zurück, musste aber, nachdem sein Gegner den Läufer gegen Bernis Bauern gegeben hatte, mit einem weit weg stehenden Springer und König gegen zwei Freibauern auf h und f kämpfen. Ihm fehlte genau ein Tempo, um die Bauern aufzuhalten, nur noch 4:3. Nun lag es an Hermann Hamberger, im Kampf gegen Asim Muharemagic (1924) mit einem remis den Sieg sicherzustellen. In einer Pirc-Aufstellung konnte er komplizierte Drohungen des Gegners abwehren und in einem Endspiel D+S gegen D+L einige Zeit einen Mehrbauern behaupten, doch war der Gegner mit seinen Figuren sehr aktiv. Nachdem klar war, dass ein remis reichte, gab er den Bauern mit Damentausch zurück und hinderte den König so durch Opposition am Eindringen, was remis bedeutete. 4,5/3,5 für uns, wie im Vorjahr, im großen und ganzen knapp aber verdient! Da Gröbenzell und Ebersberg ebenfalls gewannen, bleibt es damit bei Platz 3 für Freilassing, alle mit 7-1 Punkten. Dass man in dieser Liga niemanden unterschätzen sollte, zeigt der Sieg von Gauting in Dorfen und die Tatsache, dass die meisten Mannschaftskämpfen 4-4 bis 5-3 ausgehen und es ganz wenig Kantersiege gibt. Der nächste Gegner Starnberg lauert hinter Freilassing auf Platz 4 und könnte Freialssing im Falle einen Sieges überholen. 

In Sachen A-Klasse kann ich mich kurz fassen, denn wir hatten spielfrei.

Unsere dritte Mannschaft wollte nach 2 Niederlagen in Folge gegen Bad Reichenhall wieder einen Sieg einfahren. Grund zum Optimismus konnte die dritte Mannschaft auch zu Recht hegen, denn durch den Nichtkampf der zweiten Mannschaft war unter anderem Damjan Katic und Magdalena und Miriam Mörwald am Start. Die Aufstellung lautete somit Damjan Katic, Magdalena Mörwald, Helmut Krause, Roland Frank, Franz Nefzger und Miriam Mörwald. Die Gegner reisten mit einer sehr alten Mannschaft in den Rieschenwirt, während wir 2 junge Mädchen in der Mannschaft hatten.

Die erste Partie die zu Ende war, war Roland Frank - Helmut Kunert (1377). Rolands Gegner stellte unnötig die Qualität ein und Roland gewann ganz leicht. Das Spitzenbrett Ludwig Moderegger (1557) - Damjan Katic stand günstig für Damjan, gerade seine Springer standen ausgezeichnet, einen Bauern gewann er, den Rest erledigte Damjan sicher. In einer turbulenten Partie zwischen Karl Sagstetter (1258) gegen Franz Nefzger stand am Ende ein remis auf dem Brett, das Franz auf Grund dreimaliger Stellungswiederholung reklamierte. Somit war mit 2,5 Punkten aus 3 Spielen eine solide Grundbasis für einen Sieg geschaffen.

Auf Brett 6 kämpfe Miriam Mörwald gegen Christian Deutscher (1059) in einem Endspiel mit einem ganz schlechten Läufer gegen einen Springer, denn alle ihre Bauern standen auf der Farbe des Läufers. Im Gegenzug schaffte es Miri aber, den König des Gegners hinten einzusperren, so dass dieser nicht aktiv werden konnte, sonst wäre es wohl schnell aus gewesen. So kam es zu einem langen Kampf agiler Springer gegen passiver Läufer, doch was Christian auch versuchte, ohne Unterstützung durch den König konnte der Springer allein nichts ausrichten, denn so schlecht der Läufer auch ist, und man kann über schlechte Läufer sagen was man will, in der Verteidigung ist er ein Riese und konnte immer so ziehen, dass alle bedrohten Punkte gedeckt waren. Remis.

Gespannt war man auf das Duell Magdalena Mörwald gegen Michael Hanke (1508), das sehr langsam und umsichtig geführt wurde. In einer Angriffspartie holte Magdelana mit Sc6 einen starken Zug aus dem Ärmel, fand immer eine gute Mischung aus Angriff- Parade - Verteidigung - Beseitigung von Angreifern - gewinnen von Bauern! Ich denke nicht, dass ihr Gegner irgendwo besser spielen konnte zu diesem Zeitpunkt. Auch die Mattdrohung auf g2 half nichts mehr. denn es gab ein Damentauschfeld, das Magdalana sofort ansteuerte. Mit 3 Mehrbauern tauschte sie noch die Leichtfigur und endete mit T und f,g,h-Bauern gegen den blanken Turm, ihr Gegner gar sofort auf und sandte anerkennende Worte an Magdalena, die sie auch vollends verdiente, auch die anderen Reichenhaller sprachen von der großen Zukunft, die Magdalena haben würde, wohl auch im Hinblick auf die Tatsache, dass die Reichenhaller solch junge Spieler nicht in ihren Reihen haben. Auf jeden Fall die bislang schönste Partie von Magdalena in dieser Saison für Freiassing, damit stand auch gleichzeitig der Gesamtsieg fest.

Die letzte Partie die noch lief, hieß Detlev Jehn (1454) - Helmut Krause. Helmut hatte die meiste Zeit der Partie über eine Qualität mehr und führte ganz richtig den Damentausch herbei und endete im reinen Endspiel Turm gegen Springer, einzig der Freibauer auf der b-Linie war noch ein Trumpf von Detlev, dem Ex-Freilassinger. Helmut spielte aber nicht gut weiter, stellte seinen Turm passiv und ließ den weißen König nach dem Patzer d5 eindringen. Detlev verstärkte nun geschickt seine Stellung, und der Freibauer war einen ganzen Turm wert. Schließlich hatte man am anderen Flügel Stellung bezogen, Detlev hatte S+1B, Helmut noch 2 Bauern, doch war er in der entscheidenden Stellung im Zugzwang, musste den f-Bauern verlassen und wurde von seinem h-Bauern weggekickt. Springer und Bauer gewinnen das Spiel, deshalb gab Helmut auf, eine unnötige Niederlage, die das Ergebnis aus Reichenhaller Sicht noch etwas verschönerte. Trotzdem ist der Sieg in Höhe von 4:2 natürlich in Ordnung und schön. Insgesamt war es ein Kampf in sehr freundlicher Atmosphäre.

Mit diesem Sieg kletterte Freilassing 3 wieder auf Platz 4 der Tabelle, ohne Tuchfühlung nach oben oder unten. Ein Platz zwischen 3 - 5 ist realistisch denke ich. Um den Aufstieg kämpfen wohl Bruckmühl und Pang, die beide noch von Freilassing zu bearbeiten sind.

Allen Spielern der ersten, zweiten und dritten Mannschaft ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Jahr 2016!

 
 
Schacheinzelmeisterschaft 2017 Inn-Chiemgau in Freilassing

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