Mannschaftsmeisterschaft Spieltag 8 Bezirksliga Oberbayern Spieltag 9 Kreis-A-Klasse

14.03.2016

Hallo Freunde des SK Freilassing, gestern standen wichtige Spiele für unsere beiden Mannschaften an, beiden spielten gegen den jeweiligen Tabellenführer, doch unter verschiedenen Ausgangssituationen.

Hallo Freunde des SK Freilassing,

gestern standen wichtige Spiele für unsere beiden Mannschaften an, beiden spielten gegen den jeweiligen Tabellenführer, doch unter verschiedenen Ausgangssituationen: während das Duell der ersten Mannschaft gegen Gröbenzell das direkte Duell um den Aufstieg in die Regionalliga Bayern Südost war, war das Duell der zweiten Mannschaft in Altötting ein Spiel, wo es darum ging, nicht wieder in die Abstiegszone zu geraten. Da die dritte Mannschaft bereits fertig ist, möchte man meinen, dass es überhaupt keine Probleme mit der Aufstellung geben sollte und beide Mannschaften top besetzt sind. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt, doch der Reihe nach.

Die erste Mannschaft hatte mit prominenten Ausfällen zu kämpfen, Alman Durakovic hatte just an diesem Tag eine Schulung für seinen B-Trainerschein, der stand also nicht zur Verfügung, nachgemeldet wurde Heinz Peterwagner, der eigentlich spielen sollte, aber der hatte einen Trauerfall und konnte dann nicht, verständlich. Lukas Prüll ist nach seinem Krankenhausaufenthalt noch nicht wieder fit, Viktor Loreth schulisch unterwegs, Heinz Kratschmer war nicht im Einsatz am Samstag, und der Ausfall von Heinz Peterwagner war sehr kurzfristig ausgefallen, wen also holen? es spielten schließlich Zoran Velickovic (s), Bernhard Besner (w), Hermann Hamberger (s), Arthur Hinteregger (w), Michael Herrmann (s), Peter Donegani (w), Manfred Fuchs (s) und Ernst Kratschmer (w) , nicht die besten Voraussetzungen für einen Sieg, zumal der Gegner mit voller Kapelle anrückte, um den Aufstieg zu fixieren.

Schnelle beendete Partien gab es nicht, Peter Donegani zeigte in seiner Partie gegen Robert Feierlein (2056), dass man aus Fehlern lernen kann: er verbesserte nämlich eine Variante, die er zuvor einmal gespielt hatte, und gewann so zwei Bauern, was er damals nicht gesehen hatte, es dauerte zwar etwas, doch am Ende stand der Sieg fest. Ernst Kratschmer verlor gegen Phillip Tunka (1995) einen Bauern und konnte das entstandene Enspiel nicht mehr halten, 1:1. Herrmann Hamberger hatte gegen Jugendmeister Tobias Walter einen schweren Stand, da dieser bisher noch jede Weißpartie gewonnen hat heuer. Hermann setzte sich mit umsichtiger Spielweise zur Wehr und hatte völligen Ausgleich, remis.

Bernie Besner stand gegen Alexander Maier (2218) klar besser, stellte dann aber Material ein und verlor unnötig. Schade, denn nun kippten auch andere gute Stellungen. Arthur Hinteregger spielte gegen Rupert Stocker (2005) gut, dieser opferte dann die Qualität, was aber nicht korrekt war, auf Gewinn stehend, wickelte Arthur jedoch völlig falsch ab und verlor so noch, statt 3,5/1,5 stand es nun 1,5/3,5, so grausam kann der doch so schöne Schachsport eben auch sein. Michi Herrmann bekam gegen Thomas Czöppan (2033) früh Probleme mit dem Bauern oder besser gesagt dem Feld c7 und verlor einen Bauern, was auch gleichbedeutend mit dem Partieverlust war. damit war der Kampf bereits verloren, Manfred Fuchs geriet in eine Eröffnungsfalle, was hier die Qualität kostete. Obwohl Manfred sich erfindungsreich zur Wehr setzte, ließ sich Christina Winterholler (1912) die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Bleibt noch die letzte Partie von Zoran Velickovic gegen Albert Kaunzinger (2155). Zoran hatte Vorteil und kämpfte um den Sieg, sein Gegner wehrte sich, am Ende entstand ein Zeitnotgehacke, wo beide nur von den 30 Sekunden leben mussten, die sie für jeden Zug gutgeschrieben bekamen, aber dennoch immer schreiben mussten, am Ende fand der Gegner ein Dauerschach! Was für eine Kampfpartie! Am Ende also 2:6 für Gröbenzell, zwar nicht unverdient aber doch um mindestens einen Punkt zu hoch ausgefallen. Durch diesen Sieg ist die Meisterschaft für Gröbenzell rechnerisch fix, denn Ebersberg verlor gegen Pang Rosenheim und Gröbenzell hat auf Freilassing nun 2 Punkte und 8,5 Brettpunkte Vorsprung, könnte also selbst mit einem 0:8 gegen MTV Ingolstadt und einem 8:0 von Freilassing gegen Ebersberg nicht mehr von Platz 1 verdrängt werden.

Herzlichen Glückwunsch an Gröbenzell, sie sind ein verdienter Meister! Freilassing muss nicht traurig sein, eine großartige Saison haben sie gespielt, sind mindestens Dritter und können mit 4:4 oder besser im abschließenden Kampf gegen Ebersberg Platz 2 fixieren, was ich stark hoffe. Ihr habt unseren Klub würdig vertreten. Der letzte Spieltag ist also in 4 Wochen in Ebersberg.

Wenn die erste Mannschaft in letzter Sekunde einen Mann der zweiten abrekrutiert (Samstag Nacht!), ist es auch eine enorme Belastung für den Mannschaftsführer der geschädigten zweiten Mannschaft, Alfred Bieniok, nachdem weder Viktor Loreth noch die Mörwaldschwestern und auch kein Christoph Stockhammer oder Markus Zauchner zur Verfügung stand und nun auch Ernst ausfiel, ließ das nichts Gutes für den Kampf gegen Altötting vermuten, wo wir doch noch den ein oder anderen Punkt brauchen, um sicher die Klasse zu halten. Alfred schaffte es dennoch: der achte Mann hieß Matthias Scheuerl, der sofort ja sagte, als Alfred ihm den Notfall schilderte, die Aufstellung hieß also Damjan Katic (w), Florian Pöllner (s), Klaus Vogl (w), Franz Klemm (s), Alfred Bieniok (w), Roland Frank (s), Franz Nefzger (w) und Matthias Scheuerl (s). Wenn man nun nur von der Wertungszahl ausgeht, was ja gerade viele junge Spieler immer wieder gerne tun, dann war nicht unbedingt mit einem hohen Sieg von uns zu rechnen, ging es doch gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Altötting, die schon 7:1 und 8:0 Siege geschafft haben heuer. Die Devise vor dem Kampf war: vorne gegenhalten, hinten punkten. Doch auch Altötting war diesmal ersatzgeschwächt, das wollten wir ausnutzen. 

Die beiden frühen remis von Damjan Katic gegen Wolfgang Weise (1946) in ganz leicht besserer Stellung für Damjan und von Roland Frank gegen Johann Suttner (1559) in ausgeglichener Stellung war Alfred gar nicht so unrecht, denn dann waren schon mal 2 Bretter weg beim Stande von 1:1 Als nächtes, etwa nach 3 Stunden, war auch Alfred mit seinem Gegner Julian Geiger (1584) fertig. Er hatte ihn klar überspielt, kam mit beiden Türmen über die 7. Reihe in die schwarze Stellung und erbeutete so Material und den Skalp des Gegners, 2:1.

Wenig später folgte der nächste Paukenschlag mit entscheidender Richtungsweisung: Matthias Scheuerl, der gegen Heinrich Maier-Arnold (1519) eine komplizierte, unübersichtliche, völlig verwickelte Stellung hatte, eben so wie er es gerne mag, hatte die Partie gewonnen: Sein Gegner glaubte, die Dame opfern zu können, da Matthias wegen vermeintlichem Grundreihenmatt diese nicht nehmen könnte. Matthias aber guckte ganz genau hin und sah, dass er das Schach mit dem Läufer blockieren kann, putzte also die Dame weg, worauf sein Gegner aus allen Wolken fiel und aufgab, 3:1 und eine großartige Leistung von Matthias! Nichts und niemand konnte uns jetzt noch aufhalten, daran ändert auch nicht, dass Klaus Vogl gegen Andre Herdt (1704) sich in einer wohl remisen Stellung mit Qualität gegen 2 Bauern einzügig mattsetzen ließ. Witzig: 3 Züge zuvor sagte Andre auf das Remisangebot von Klaus, dass er sich noch ein paar Züge ansehen wolle. Ob er das dabei vorausgesehen hatte? 3:2, doch Franz Klemm stellte mit seinem Sieg gegen Josef Nyari (1651) den alten Abstand wieder her, er hatte seinen Gegner im Mittelspiel überspielt, nachdem er ein Remisangebot ausschlug auf Anraten des Mannschaftsführers und erabeitete sich eine Figur, was eben reichte, 4:2! Und die anderen beiden Bretter standen auch sehr gut. Mein Partie, ein Königsinder, war dadurch geprägt, dass mein Gegner Oliver Stratmann (1828) sehr langsam spielte.

Lange Zeit gab es kaum Feindberührung, dann drückte mein Gegner auf den b6-Bauern, ich beschloss, diesen herzugeben und alles auf einen Königsangriff zu setzen. Die letzten 20 Züge waren Zeitnot, erst für meinen Gegner, dann für beide, und mein Gegner griff fehl, was mir eine Figur brachte, ich verhinderte dann jegliches Gegenspiel und schloss die Partie dann gekonnt mit einem 5 zügigen Damengewinn ab. 5:2! Jetzt spielte nur noch Franz Nefzger gegen Josef Kramler (1563). Franz hatte sich durch sein umsichtiges Spiel schon 2 Bauern erspielt, tauschte folgerichtig ab und landete im Springerendspiel, drang mit seinem König am Damenflügel ein, tauschte die Springer, weil er natürlich gesehen hatte, dass er das Wettrennen locker gewinnt, sein Gegner gab auf, 6:2, und das mit dieser Aufstellung. Oder war es genau WEIL wir diese Aufstellung hatten?

Hier jetzt einzelne Spieler hervorzuheben ist wirklich nicht leicht, doch sollte hier auf jeden Fall das Duo Franz Nefzger und Matthias Scheuerl genannt werden. Keine Notnägel, sondern vollwertige Kräfte, von denen beide auf ihre Art den Punkt holten: Matthias durch sein Angriffsspiel und den Durchblick in verwickelten Stellungen, Franz durch sein umsichtiges Spiel und die richtige Abwicklung in ein gewonnens Endspiel sowie saubere Endspieltechnik. Vielen Dank an diese beiden. Aber auch Franz Klemm ist in Superform, überhaupt haben alle gut gespielt. Der Tabellenführer Altötting wurde also mit 6:2 geschlagen, und war nun Tabellenführer, genau wie damals Ebersberg. Damit springt Freilassing auf Platz 4 punktgleich mit 3 weiteren Mannschaften. Freilassing 2 ist eine Wundertüte, man weiß nie was da so herauskommt. Bruckmühl ist nun 2 Punkte vor Altötting, Traunstein und Grassau müssen absteigen, dazwischen ist alles eng. Doch wir sind es nicht mehr, die absteigen. Nächster Kampf ist in 4 Wochen gegen Kolbermoor, da ist eine starke Aufstellung nicht schlecht, wenn wir ein ganz gutes Ergebnis (Platz 3 ist noch möglich) einfahren wollen.

 
 
Schacheinzelmeisterschaft 2017 Inn-Chiemgau in Freilassing

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