Mannschaftsmeisterschaft letzter Spieltag Bezirksliga Oberbayern / 10. Spieltag Kreis-A-Klasse

10.04.2016

Hallo Freunde des SK Freilassing, gestern stand der Abschluss der Bezirksliga Oberbayern und die Vorschlussrunde der Kreis-A-Klasse auf dem Programm.

gestern stand der Abschluss der Bezirksliga Oberbayern und die Vorschlussrunde der Kreis-A-Klasse auf dem Programm.

Unsere erste Mannschaft hatte mit der Niederlage gegen Gröbenzell die Meisterschaftschancen verspielt. Im direkten Duell gegen den Dritten Ebersberg-Grafing ging es nun um den Vizemeistertitel, Freilassing reichte hier ein 4:4, um diesen zweiten Platz zu fixieren, Ebersberg musste gewinnen, so einfach war die Ausgangslaga. Obwohl es nur um eben diesen zweiten Platz ging, trat unsere Mannschaft quasi mit Bestaufstellung an. Alman Durakovic (w), Zoran Velickovic (s), Bernhard Besner (w), Hermann Hamberger (s), Michi Herrmann (w), Peter Donegani (s), Manfred Fuchs (w) und Lukas Prüll (s) kämpften für unseren Verein. Auch der Gegner hatte eine ordentliche Aufstellung zu bieten.

Es begann ganz harmlos mit zwei Remis von Peter Donegani gegen Arthur Gil (1977) und Hermann Hamberger gegen Georg Schweiger (2061), nicht viel später steuerte auch die dritte Scharzpartie in Form von Lukas Prüll gegen Siegfried Kunz (1748) einen halben Punkt bei, der Rest sollte jedoch nicht so schnell friedlich enden. Freilassing schlug zweimal zu, und das auf unterschiedliche Art und Weise, denn während Alman Durakovic seinen Gegner Christian Graf (2051) positionell überspielte und leicht gewann, erzwang Manfred Fuchs Georg Kislinger (2047), indem er eine schneidige Angriffspartie aufs Brett zauberte, die ein Damenopfer gegen nur einen Turm beinhaltete und Mattdrohungen seiner beiden Riesenkraken, die die Dame bald wieder einbrachten, ein sehr schöner Sieg.

Damit stand es schon 3,5 / 1,5 für Freilassing. Ein Sieg noch, und Freilassing hat gewonnen. Gesagt, getan, und zwar von Zoran Velickovic, der bisher eine hervorragende Saison für uns gespielt hat, denn er drang in die Stellung von Ulrich Zenker (2069) ein und erbeutete einen ganzen Turm, Platz 2 war somit sicher. Aber auch die beiden restlichen Partien hatten einiges zu bieten. Michi Herrmann hatte gegen Christian Krause (2001) immer leichten Vorteil bis ins Damenendspiel, wo der Mehrbauer naturgemäß schwer zu verwerten ist. Aber Michi, Meister des positionellen Spiels, schaffte es trotzdem, ein weiterer Sieg für uns. Die längste Partie machte Bernhard Besner gegen den serbischen Klassemann Arpad Guzsvany (2130). In einer unorthodoxen Eröffnung und vielen Abwicklungen entstand ein Doppelturmendspiel, in dem Arpad auf Sieg spielte, doch Bernie verteidigte sich gut und nach 5 Stunden hatte er das Remis erreicht, was einen 6:2-Sieg bedeutet.

In Freilassing angekommen, endete die Saison in geselliger Runde und eine gute Saison von Freilassing 1 ist damit zu Ende: Vizemeister von Oberbayern! Meister wurde Gröbenzell, die nochmal mit einem Sieg mit 6,5 Punkten gegen MTV Ingolstadt zeigten, dass nur sie den Aufstieg verdienen, Gratulation nochmal. Absteigen müssen Moosburg, Gauting und Dorfen. Wir können uns im Namen des Vereins auch bei Mannschaftsführer Peter Donegani bedanken, der immer eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt hat, auch wenn es nicht immer einfach ist. Auch Dank an alle, die heuer für Freilassings Erste gespielt haben.

Für die zweite Mannschaft stand der Kampf gegen die recht gute Mannschaft aus Kolbermoor ins Haus. Wir konnten wieder auf die Mörwalds zurückgreifen und traten nach unserem 6:2 in Altötting mit folgender Aufstellung an: Ernst Kratschmer (s), Damjan Katic (w), Florian Pöllner (s), Magdalena Mörwald (w), Franz Klemm (s), Alfred bieniok (w), Roland Frank (s) und Miriam Mörwald (w). Unser Gegner kam nur zu siebt, Ernst Kratschmer hatte also kampflos gewonnen. Die übrigen Bretter waren von Kolbermoor aber recht stark besetzt.

Es begann mit einem Blitzsieg unserer Miriam Mörwald, die nach einigen Partien mit Vorteil aber unglücklichem Ende diesmal das Glück auf ihrer Seite hatte, als ihr Gegner Richard Schwarz (1113) sich verrechnete und den Läufer nicht schlug, statt eines guten Geschäftes machte er ein Verlustgeschäft und gab gleichzeitig auf. Diesen Sieg - auch wenn er hier etwas glücklich war - ist aber auf jeden Fall verdient, wodurch wir 2:0 in Führung waren, aber einige der anderen Partien standen bereits sehr kritisch. Roland Frank wählte gegen Evi Rummer (1407) eine schlechte Abwicklung, indem er den falschen Turm nahm, so dass Evi mit der Dame über Rolands Bauern herfallen konnte, bald waren es 2, 3, 4 Mehrbauern in einem Turm+Läufer-Endspiel, die Partie war nicht mehr zu retten. Als nächstes war Magdalena Mörwald mit ihrer Partie gegen Jonas Kramer (1732) fertig, in einem ausgeglichenen Turmendspiel einigte man sich auf ein gerechtes Remis.

Meine Partie gegen Thomas Reimer (2002) stand von Anfang an ungünstig für mich, in einer Partie mit heterogenen Rochaden stibitzte er mir einen Bauern, später zerlegte er meinen Damenflügel, da ich keine Zeit und auch keine Hoffnung auf Dauerschach mehr hatte, gab ich im 35. Zug auf, eine Mistpartie, kann aber gegen einen Gegner dieses Kalibers mal passieren. 2,5 / 2,5 , doch zwei der drei übrigen Partien standen auf Verlust, und dann ginge die Rechnerei wieder los, da man theoretisch noch absteigen könnte. Eine dieser Partien ging auch gleich verloren, die von Damjan Katic gegen Werner Masching (1855). Damjan hat sich einen Minusbauern eingehandelt, nachdem er zuvor alles auf einen Königsangriff gesetzt hatte und nach dem Damentausch der Turm auf der h-Linie einfach schlecht stand.  Bald schon verlor er einen zweiten Bauern, dann die Qualität, zu viel um noch weiterspielen zu können. Jetzt wusste auch Franz Klemm, dass er seine Partie gegen Simon Holst (1805) nicht mehr remis geben darf, wenn wir noch eine Minimalchance auf einen Punktgewinn haben wollen.

Franz war nach einer nichtoptimalen Eröffnung durch eine Doppeldrohung eine Qualität hinten, durch einen Nadenstich seines Bauern auf f3 gewann er sie zurück. Nachdem sein Gegner weiter ungenau spielte, behielt er seinen Mehrbauern im Schwefiguren Endspiel. Am Ende gewann er den zweiten Bauern mit Schach, und sein Gegner gab auf. Jetzt lag es an Alfred Bieniok, gegen Daniel Holst (1689) den halben Punkt zu retten. Alfred handelte sich einige Bauerschwächen ein, die bis ins Endspiel blieben. Einen Mehrbauern hatte sein Gegner, die Partie sah hoffnungslos aus. Es gelang Alfred, das Bauernverhältnis von 5:4 auf 3:2 zu reduzieren, dann auf 2:1. Alfreds Springer konnte immer wieder stören und seinem Gegner merkte man an, dass er keinen klaren Gewinnplan hatte. Nach über 5 Stunden gewann Alfred den starken Freibauern, wodurch das remis feststand. 4:4, was auch bedeutet, dass wir auch rechnerisch nicht mehr absteigen können.

Mit einem Sieg hätten wir noch Minimalchancen um den Aufstieg gehabt. Bruckmühl gewann 5:3 gegen Ebersberg und steigt ebenso auf wie Altötting, die Bad Reichenhall mit 4,5 / 3,5 besiegten. Hinten stehen Traunstein und Grassau als Absteiger fest, wobei letzterer im Kellerduell gegen Traunstein ihre ersten Punkte einfuhren. Diese sind unser letzter Gegner, wo wir uns mit einem Sieg verabschieden wollen. Hier entscheidet sich dann auch, wer als drittes absteigt, momentan ist Bad Reichenhall auf diesem Platz, die sich im Fernduell mit Dorfen um den Klassenerhalt streiten, Dorfen muss gegen Kolbermoor ran, Bad Reichenhall gegen Ebersberg. Für uns ist von Platz 3 bis Platz 6 ist für uns alles drin, gewinnen wir hoch, was gut möglich ist, muss Trostberg erstmal gegen Bruckmühl gewinnen, ich bin da optimistisch.

 
 
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