Vierte Runde in Klasse A: Freilassing 2 stürzt bisherigen Tabellenführer Ebersberg

29.11.2015

Hallo Freunde des SK Freilassing, heute stand einer von zwei Extraspieltagen für unsere Zweite an, denn es sind 11 Mannschaften in dieser Liga. Da die erste Mannschaft uns keine Spieler wegnehmen konnte, erhoffte sich die Zweite eine starke Aufstellung.

Wieder ließ unser Mannschaftsführer unsere Nachwuchshoffnungen Mörwaldschwestern pausieren, um ihnen die Möglichkeit zu geben, im Dezember noch einmal für die dritte Mannschaft auflaufen zu können, ehe sie sich in der zweiten festspielen.

Leider sagte Lukas Prüll auf Grund von Arbeitsüberlastung ab, so dass wir mit folgender Aufstellung ins Rennen gingen: Viktor Loreth (w), Christoph Stockhammer (s), Ernst Kratschmer (w), Florian Pöllner (s), Klaus Vogl (w), Franz Klemm (s), Alfred Bieniok (w) und Roland Frank (s). Unser Gegner war der Tabellenführer Ebersberg 3. Schon nach kurzer Zeit zeichneten sich ein paar schnelle Entscheidungen ab, eine gute und eine schlechte.

Unser Brett 8 Roland Frank kam schnell in Vorteil gegen Gerhard Schmitt (1500) und konnte schon nach einer Stunde seinen Sieg feiern. Ich selbst kam gegen meinen Gegner Christoph Keil (1688) schlecht aus der Eröffnung und machte einen ungenauen Damenzug und dann einen Bauernvorstoß zur falschen Zeit, danach glaubte ich einen ganzen Turm zu verlieren und gab - einige meinen zu früh - aufgegeben. Die Analyse zeigte aber, dass meine Stellung schon sehr schlecht war, zumindest die Qualität hätte ich geben müssen und wäre mit einem schwachen Isolani und einem Spiel ohne Perspektive verblieben. Ich habe somit mein Leiden abgekürzt.

Bald darauf war auch die Partie von Viktor Loreth vorbei. Dieser hat sich einen Vorteil erspielt und stand stark mit seinen Schwerfiguren und machte so viel Druck, dass der Gegner Wolfgang Heyartz (1800) aufgab, 2:1! Alfred Bieniok schaffte gegen Dietmar Güntner (1637) ein solides remis, nachdem er sich aus den anfänglichen Schwierigkeiten befreien konnte. An den anderen Brettern wurde verbissen gekämpft. Christoph Stockhammer hatte gegen Werner Clausnitzer (1720) mit einem gedeckten Bauern auf d6 zu kämpfen, griff seinerseits aber den Bauern e5, der diesen deckt, an. Diesen zu schlagen schien Christoph zu riskant, und so hatte er die schlechtere Stellung, gab seinen Läufer gegen die 2 Bauern, es entstand ein Endspiel T+L+B gegen T+B, in dem sein Gegner die letzte Klippe (Abtausch des letzten Bauern umschiffte und Christophs Bauern dann am Ende doch sicher nehmen konnte, wonach dieser aufgab. Schade, vielleicht hätte er doch irgendwann Sxe5 oder Lxe5 versuchen sollen?

Eine einmal mehr taktische Partie spielte Franz Klemm mit Schwarz gegen Richard Hartmann (1648). Nachdem er eine Qualität ins Geschäft gesteckt hatte, entschloss er sich nach einigen Wirrungen in einem Endspiel D+2T+4B gegen D+T+S+5B nach einem Turmtausch dazu dej b-Bauern zu nehmen und somit auf Gewinn zu spielen. Es sollte sich auszahlen, denn Springer und Dame von Franz stellten schnell Drohungen gegen den weißen König auf, und plötzlich stand der weiße Turm im Bereich einer Gabel, die den Turm mit Schach gewann, der Rest war Technik. Ein verdienter Sieg für Franz, der ihm viel Selbstvertrauen geben sollte.

Ernst Kratschmer kam gegen Gino Haußmann (1771) gut aus der Eröffnung und gewann einen Bauern, hatte die bessere Entwicklung und der schwarze König machte einen Marathon, der sofortige KO kam aber nicht und die Sache wurde zäh und unübersichtlich. Nach einer taktischen Abwicklung enstand ein Endspiel mit gleicherm Material, sein Gegner entschied sich hier für ein Dauerschach. Somit war klar dass Klaus Vogl gegen Peter Niedermaier (1688) nur noch ein remis brauchte, um den ersten Mannschaftssieg perfekt zu machen. Dabei sah es nach dem Damentausch zunächst so aus, als ob Klaus einfach eine Figur verlieren würde, waren doch sein Läufer doppelt bedroht und auch sein Turm. Doch auch sein Gegner spielte nicht korrekt und Klaus gewann auch eine Figur und begann langsam aber sicher die Bauern des Gegners zu belagern, schließlich hatte er in einem Turm und Springerendspiel 3 zu 1 Bauern auf seiner Seite, nachdem er sehr ungenau gespielt hatte, blieb ihm nur noch ein Mehrbauer am anderen Rand, allerdings standen die Figuren des Gegners ungünstig, so dass der Bauer am Ende ungehindert zur Dame marschieren konnte, 5:3! 

 

Mit diesem Sieg hat sich die Mannschaft Luft im Abstiegskampf verschafft und kann nun Weihnachten feiern, denn am 12. Dezember hat die zweite Mannschaft spielfrei. In der Tabelle hat nun Bad Reichenhall, unser nächster Gegner, die Führung übernommen. Mal sehen, wie sie sich gegen Bruckmühl schlagen, wer weiß, vielleicht putzen wie ja im Januar mit Bad Reichenhall den nächsten Gegner von der Tabellenspitze !? Freilassing 2 befindet sich nun auf Platz 7 zusammen mit Dorfen.

 
 
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