Freilassing 1 schlägt Moosburg mit 5,5 / 2,5

12.11.2018

Gestern stand der Kampf unserer ersten Mannschaft gegen Moosburg auf dem Programm.

Gestern stand der Kampf unserer ersten Mannschaft gegen Moosburg auf dem Programm, gegen die Freilassing noch nie gewonnen hatte. Genau deshalb fuhr Freilassing auch fast die volle Kapelle auf, die man aufbieten konnte. Emanuel Frank (s), Alman Durakovic (w), Bernhard Besner (s), Hermann Hamberger (w), Arthur Hinteregger (w), Peter Donegani (s), Michi Herrmann (s) und Magdalena Mörwald (w).

Die Gäste waren mit einer sehr jungen Mannschaft gekommen und hatten auf den hinteren Brettern 3 Ersatzleute aufgeboten, so dass Freilassing praktisch auf allen Brettern 200 DWZ stärker war als der Gegner. Damit waren die Rollen klar verteilt.

Als erstes war die Partie von Hermann Hamberger gegen Mathias Schwenck (1943) beendet, die sich in ausgeglichener Lage remis trennten. Aber schon bald sollten die ersten vollen Zähler des Tages fallen. Magdalena Mörwald spielte von Anfang an ihr Spiel gegen  Severin Stangl (1587). Dieser schwächte schon früh seine Königsstellung und verlor obendrein einen Bauern. Dieser Bauer fehlte dann später in der Endabrechnung, als sie, zwischenzeitlich eine Qualität reicher, die Qualität am Ende zurückgab, um ein elementar gewonnens Bauernendspiel mit einem einzelnen Bauern zu erreichen.

Severin erkannte das und gratulierte ihr zum Sieg.  Wie auch wir. Die WM hat ihr sicherlich Turnierhärte gebracht, was uns in dieser Saison gewiss helfen wird. Etwas mysteriöser verlief die Partie von Arthur Hinteregger gegen Hubert Reith (1852): Arthur hatte in einer Stellung, die recht ausgeglichen aussah ein Remisangebot abgelehnt und danach schon bald gewonnen. Was passiert war zeigt ein Blick in den Verlauf, hier hatte Hubert sich durch Öffnung der g-Linie quasi selbst abgeschossen. Nicht nur dass das einen Läufer kostete, es führte auch noch zum schnellen Matt! Turm und zwei Läufer plötzlich auf den nackten König. Gut gesehen!

Das war Wasser auf unsere Mühlen, denn auch Alman Durakovic hatte sich gegen Lutz Theumer (1958) durchgesetzt. Er wickelte unspektakulär in ein besseres Endspiel ab und gewann dann am Ende das Turmendspiel mit seinem e-Freibauern, nachdem sich der andere Turm verirrt hatte. 3,5 Punkte waren damit schon mal sicher, fehlte noch einer.

Bernhard Besner hatte in seiner für ihn typischen skandinavischen Verteidigung gegen Dominik Semmler (1967), auch einer dieser jungen Spieler in Reihen des SC Moosburg, soliden Ausgleich, aber keinen nennenswerten Vorteil erzielt. Er landete in einem Endspiel mit Springer und 3 Bauern gegen Läufer und 3 Bauern auf einem Flügel. Angesichts des guten Spielstandes nahm er das Remisangebot an. Peter Donegani stellte seinem Gegner Daniel Mai (1825) im Mittelspiel eine Falle in die er auch prompt hineintappte.

Die Folge war eine Qualität und ein Extrabauer. Peter wähnte sich im sicheren Hafen und ließ einen Läuferzug auf c3 zu, der einerseits den Mehrbauern bedrohte andererseits aber wegen Matts nicht genommen werden durfte. Dadurch verlor der den Mehrbauern wieder und hatte „nur“ noch die reine Qualität mehr, allerdings gegen Läufer und alle Bauern auf einem Flügel. Daniel versuche nun also eine Festung zu erreichen. Peter schaffte es sogar mit dem König einzudringen, aber Daniel wehrte alle Gewinnversuche ab. Da der halbe Punkt zum Mannschaftssieg reichte, gab Peter die Stellung dann remis, auch wenn er sich sichtlich darüber ärgerte, weiterspielen hätte er immer können, da die Verlustgefahr gleich null war.

Auf dem Spitzenbrett gab Emanuel Frank dann seine etwas besser stehende Partie gegen Alfred Wimmer (2044) auch remis, womit es 5:3 stand. Blieb nur noch – wer denn sonst? – Michi Herrmann, der gegen Robert Mai (1762) angetreten war. Er stand im Mittelspiel mal klar auf Gewinn, dieser verflüchtigte sich aber so nach und nach und es blieb ein Spiel mit 4 Figuren und 5 Bauern auf jeder Seite, fast symmetrisch, hier bot Robert eine Zugwiederholung mit Daueropposition der beiden Türme an, und da keiner dem anderen die Turmlinie überlassen wollte einigte man sich auch hier auf remis.

 
 
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