Freilassing gewinnt 5,5 / 2,5 gegen Germering 1

20.12.2018

Mit Spannung wurde die Begegnung von unserer ersten Mannschaft erwartet, die wie bereits gesagt gleichzeitig mit dem Duell der zweiten gegen die dritte Mannschaft stattfand. Die erste Mannschaft trat mit folgender Aufstellung an: Emanuel Frank (s), Zoran Velickovic (w), Bernhard Besner (s), Hermann Hamberger (w), Arthur Hinteregger (s), Peter Donegani (w), Michi Herrmann (s) und Magdalena Mörwald (w). Da ich weder in der ersten noch in der zweiten Mannschaft gebraucht wurde, wurde vorgeschlagen dass ich als Schiedsrichter fungieren solle. Das nahm ich an.

Dass auch die Gäste durchaus gewillt waren hier etwas mitzunehmen zeigte sich darin dass nach 3 Stunden noch keine Partie beendet war. Zoran Velickovic spielte gegen Erik Deues (1994) so wie man es von ihm gewohnt war. Ruhig und immer auf kleinere Vorteile schauend. Sehen konnte man seine bessere Stellung erst um den 20. Zug herum, da hatte er den Königsflügel des Gegners ernsthaft geschwächt. Dann eroberte er dort einen Bauern und machte insbesondere mit seinen Schwerfiguren Druck. Der Sieg war die logische Folge. Bald darauf war auch bei Michi Herrmann gegen Carsten Günther (1955) Schluss. Michi Herrmann spielte sein gewohnt zuverlässiges positionelles Spiel durch und erzielte nicht nur schnellen Ausgleich sondern bald auch schon Vorteil. Im Endspiel schließlich gelang es ihm, mit seinem turm in die Stellung des Gegeners am Damenflügel einzudringen. Den entscheidenden Schlag setzte dann sein Läufer, als er Schach auf der Grundreihe bot und gleichzeitig den Springer des Gegners angriff. Sieg für Michi. 2:0 hieß das auf der Anzeigetafel.

Peter Donegani und Ralf Gosebrink (1992) hatten nach nach dem Mittelspiel ein Doppelturmendspiel mit je 5 Bauern auf dem Brett. Ein Remisangebot wurde zunächst ausgeschlagen. Optisch machte die Stellung von Ralf einen etwas besseren Eindruck, aber Peter hatte auch seine Chancen. Ein Freibauer musste her, das war klar, und das gelang ihm auch. In Voraussicht, dass am Ende beide Parteien ihren Turm für den letzten Bauern würden hergeben müssen einigten sie sich nun doch auf Remis. Diesem Remis folgte fast zeitgleich ein weiterer Remisschluss von Arthur Hinteregger und Marc Marian (1944). die Stellung konnte man als etwa ausgeglichen bezeichnen, für Freilassing war das aber nur recht. 3:1 konnte sich sehen lassen.

Jetzt durften auch mal die Gäste voll punkten, leider zu Lasten von Magdalena Mörwald. Diese hatte gegen den Franzosen von Martin Gawlik (1947) zu kämpfen. Sie kam auch ganz gut aus der Eröffnung heraus, aber dann schaffte es Martin Magdalena am Damenflügel einzuengen, der Zug a4 erwies sich als nicht glücklich. Bald war ein Bauer weg und die Bauermasse im Zentrum wirkte bedrohlich. Magdalena konnte die Stellung nicht mehr halten. Da wäre mehr drin gewesen, aber es gibt ja noch viele Möglichkeiten zu punkten. Damit waren die Gäste wieder heran. Aber nicht lange, denn Hermann Hamberger steuerte seinerseits einen Punkt bei. In einer schwer zu überblickenden Stellung gegen Joachim Olbrich (1973) immer besser gestanden, auch nach dem Damentausch fand er gute Figurenmanöver, auch eine Qualität bot er mal an, wohl wissend, dass dann der eine Turm völlig eingesperrt worden wäre. Das sah auch der Gegner und setzte anders fort, doch die beiden Freibauern auf den Flanken erwiesen sich als starker Trumpf. zwar bekam der Gegner beide Bauern für den letzten Turm, doch waren seine Bauern in der Mitte zu weit hinten um Gefahr zu erzeugen, schnell war Hermanns König zur Stelle und der Gegner geschlagen.

Somit reichte ein Remis. Doch es sollte mehr werden. Bernhard Besner spielte gegen Franz Brandl (2021) seine Lieblingseröffnung Skandinavisch und stand am Ende des Mittelspiels leicht besser. Beide hatten zwei Türme und eine Leichtfigur. Bernie setzte seine Türme gut in Szene. Dann gab Franz plötzlich auf, was Bernie doch sehr überraschte. Klar stand sein Gegner schlechter und muss sich genau überlegen was er tut aber er hatte nichts weniger und der Kampf war ja damit verloren. Wie auch immer, nun stand es 5:2 und es lief nur noch die Partie von Emanuel Frank gegen Jürgen Wawra (2152). Größere Vorteile konnte während des Verlaufs keine der beiden Parteien erzielen, ttrotzdem wurde die Partie voll ausgekämpft. Das sah man auch an der Bedenkzeit, beide hatten diese vor dem Kontrollzug fast aufgebaucht. Dann hatte ich einen kleinen Auftritt, da bei emanuel die Zeitbonusregel zur Anwendung kam, ich musste daher die Uhr einstellen, was mir am Ende auch gelang. Auch die zweite Phase, wo ein zu einem intessanten Läuferendspiel kam wurde voll ausgereizt. Beide Seiten konnten die verschiedenen Varianten nicht exakt berechnen und so wiederholten sie die Stellung dreimal. Das bedeutete einen soliden 5,5 / 2,5 Sieg gegen einen ordentlichen Gegner. Der Winterkönig ist unser, mit dem Punktemaximum von 8 Punkten und wieder 8 vollmotivierten Spielern.

 
 
Schacheinzelmeisterschaft 2017 Inn-Chiemgau in Freilassing

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